Seit 2014 ist die Feuerwehr Langenzenn auch zusätzlich im Bereich der Absturzsicherung tätig.
Bedingt durch schwere Unfälle, die sich in Deutschland bei Einsätzen auf Dächern, Kränen und Balkonen, ereigneten, wurde zur Vermeidung dieser, die Absturzsicherung, bei den Freiwilligen Feuerwehren, in den letzten Jahren eingeführt.

Die Absturzsicherung erfordert neben einer speziellen Ausrüstung, ähnlich wie man sie auch bei Bergsteigern findet, eine zusätzliche Ausbildung.

In Langenzenn sind aktuell 10 Kameraden in der Gruppe der Absturzsicherung tätig.
An hierfür notwendigem zusätzlichem Material gibt es 3 Gerätesäcke Absturzsicherung und einen Gerätesack Flaschenzug. Mit den darin befindlichen Bandschlingen, Karabinern, Rollen, Rettungswesten, Kernmanteldynamikseilen etc.., ergibt sich eine maximale Rettungshöhe maximale von ca. 30 m.

Wie man daraus erkennen kann erfordert dies neben der gesundheitlichen Fitness auch eine absolute Schwindelfreiheit für die Feuerwehrleute, wenn man z.B. die Betreuung eines verunglückten Kranarbeiters auf dem Ausleger eines Krans vornimmt.

In den Bereich der Absturzsicherung fallen aber auch Aufgaben wie das Schneeräumen auf Dächern, die durch die Zusatzlast vom Einbrechen bedroht sind, das Sichern von Feuerwehrleuten an Dachkanten um einen Absturz zu vermeiden aber auch das einfache Retten aus Höhen und Tiefen.
Hierfür wird wiederum ausgebildet, wie mit Hilfe des zur Verfügung stehenden Materials verunglückte Personen schonend z.B. aus Schächten oder von Dächern gerettet werden können.
Nicht zu vergessen auch das Training für den Eigenschutz der Feuerwehrleute, die sich z.B. bei einem Brandeinsatz und verschlossenem Rückweg mit der Leine aus einem Fester an der Fassade eines Hauses retten können müssen.
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Gruppe der Absturzsicherung

 

Einige Eindrücke aus der Ausbildung

image003 Rettung einer Person aus dem 2.Stock
eines Einfamilienhauses, bei dem der
Transport durch das Treppenhaus nicht
möglich ist und die Drehleiter nicht postiert
werden kann.

 

 

 

 

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Gesicherter Aufstieg an einem Kran
um z.B. einen verletzten Mitarbeiter
zu erreichen.

 

 

 

 

 

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Übung zur Selbstrettung
Dies kommt zum Einsatz, falls der Rückweg
versperrt ist und nicht mehr benutzt
werden kann. z.B. Einsturz etc.